P2P-History – Teil 1 – Start mit Auxmoney, Bondora, Mintos und Twino

Hallöle liebe Leser. Ich habe mich vor kurzem gefragt, mit welchen Plattformen ich mein P2P und Crowdlending Investment beginnen würde, wenn ich neu anfangen würde. Dadurch habe ich für mich einmal rekapituliert mit welchen Plattformen ich eigentlich gestartet bin und möchte in diesem Beitrag meine Erfahrungen teilen. Auch was die Beweggründe waren neue Plattformen hinzuzunehmen bzw. mich auch von Plattformen zu verabschieden. In diesem Blogbeitrag geht es im Bereich P2P zum Start um Auxmoney, Bondora, Mintos und Twino. Let’s go!

Auxmoney

Ja…meine erste Plattform war tatsächlich Auxmoney. Hier bin ich bereits seit 2015 mit 125€ investiert. Jeder von euch kennt es sicherlich, u. a. aus der Fernsehwerbung. Das Investment ist aufgeteilt auf vier Kredite á 25€.

Zur Rendite kann ich recht wenig sagen, da ich damals das ganze noch nicht mit Portfolio Performance getrackt habe. Bilder sagen manchmal mehr als Worte. Im Fall Auxmoney sind die aber definitiv geschönt.

Von den fünf Krediten sind zwei aktiv. Die restlichen drei sind ausgefallen und eine Rückgewinnung ist aufgrund von „unbekannt verzogen“ relativ unwahrscheinlich. Aufgrund dieser Erfahrung kann ich persönlich eigentlich nur von Auxmoney abraten.

FAZIT: Ich rate davon ab

Bondora

Nach einer langen Pause und dem Einlesen in das Thema Börse, ETF und Co. kam  die nächste Plattform dazu. Erst hiermit hatte ich mich dazu entschlossen, P2P als festen Teil meiner Asset Allocation anzusehen. Bondora war damals der (für mich) Platzhirsch und versprach hohe Renditen.

Das wurde temporär auch eingehalten. Zeitweise hatte ich eine Rendite von 20%+. Diese war aber leider nicht von Dauer. Gerade am Anfang durch die Einstellungen des Portfolio Pro genannten Auto-Invest, hatte ich in eher riskantere Kredite investiert, die auch fleißig zurückgezahlt haben. Nach und nach wurde die roten Kredite aber immer mehr und auch die Rendite sank kontinuierlich. Rot heißt nun nicht unbedingt Ausfall, aber dennoch muss man einen Teil dieser Kredite abschreiben. Der Vollständigkeit wegen sei gesagt, dass auch investieren über die Bondora API möglich ist. Hier gibt es tolle Tools. Mir persönlich ist das aber zuviel Aufwand.

2018 kam dann das neue Produkt Go & Grow hinzu. Ich nutze es seither zum kurzzeitigen Zwischenlagern von Cash und tatsächlich für einen Teil meiner eisernen Reserve. Mit den 6,75% ist es für die hohe Liquidität ein super Produkt und bisher funktioniert alles tadellos!

FAZIT: Go & Grow (must have), Portfolio Pro nicht empfehlenswert

Mintos

Mitte 2017 probierte ich Mintos aus und der Kreditmarktplatz gefiel mir sofort durch seine übersichtliche UI, den komfortablen Auto-Invest und v. a. durch die vielen verfügbaren Kredite. Und natürlich waren die Zinsen, die gezahlt wurden auch nicht von schlechten Eltern. Dort bin ich mit 150€ eingestiegen. Recht schnell hat sich die Investition dann aber erhöht, Monat für Monat (kleiner Spoiler: Meine Portfolio Seite wird demnächst ausgebaut).

Zu Anfang hatte ich einen Auto-Invest aufgesetzt, der für >10% eingestellt war mit mittleren Laufzeiten. 2018 habe ich das grundlegend umgestellt. Pro Darlehensanbahner, der für mich in Frage kommt, habe ich einen Auto-Invest. Dazu gibt es aber demnächst einen eigenen Blogbeitrag. So kann ich recht schnell auf Zinsänderungen oder Cashback-Aktionen reagieren. Im Dezember 2018 habe ich meine Investition dann verdoppelt. Aktuell sind dort ca. 6250€ investiert. Der von Mintos angegebene Net Annual Return nähert sich nun Tag für Tag meinem gewichteten Zinssatz von 14,10% (Unterschied durch die Verdopplung der Investition) an. Portfolio Performance zeigt mir für Mintos ein XIRR von 12,33%.

Vor kurzem kam dann Invest & Access hinzu. Vorweg sei erwähnt, ich werde das Feature vorerst nicht nutzen. Durch meine Auto-Invests kann ich aktuell mehr Rendite erwirtschaften mit vergleichsweise wenig Mehraufwand. Auch die Liquidität ist durch den Zweitmarkt in meinen Augen gewährleistet. Natürlich muss man abwarten, wie sich die Bevorzugung von Invest & Access mittel- bis langfristig auswirkt. Bis dahin bleibe ich bei meiner Strategie.

FAZIT: must have!

Twino

Die Plattform Twino kam mehr oder weniger gleichzeitig zu Mintos ins Porfolio. Dort wurde mit 120€ gestartet. Insgesamt hatte ich ca. 1000€ bist Mitte 2018 investiert.

Nachdem dort immer mal wieder uninvestiertes Kapital herumlag, wollte ich wissen wie genau die Priorisierung der Auto-Invest abläuft. Nach einem Chat mit dem Support war die Lösung die Anlage mehrerer Auto-Invests. Leider war das nur eine temporäre Lösung. Als dann noch zusätzlich noch die Geschäftsberichte eher mittelmäßig aussahen und es einfach immer mehr und bessere Alternativen gab, entschied ich mich Anfang 2019 mein Geld abzuziehen. Am Ende standen zwar 10,70% XIRR zu Buche. Aber auch ein halbes Jahr später gibt es meiner Meinung nach keinen Grund dort zu investieren. Um mit einem positiven Punkt zu schließen, die Auszahlung ging sehr schnell!

FAZIT: nicht empfehlenswert (da genügend Alternativen)

What’s next

Im nächsten Teil geht es weiter durch die Historie meiner Investments. Dann mit den Plattformen Peerberry, IUVO* und Grupeer. Wenn ihr Fragen zu Auto-Invest Einstellungen oder generell Erfahrungen zu den einzelnen Plattformen habt, dann einfach in die Kommentare posten.

Bis zum nächsten Mal!

 

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2 Gedanken zu „P2P-History – Teil 1 – Start mit Auxmoney, Bondora, Mintos und Twino“

  1. Ja Mensch, so hab ich auch angefangen mit Auxmoney. Ich hatte noch einen Umweg dann über Lendico, aber die sind ja auch schon tot. Meine Bondora Erfahrung ist übrigens annähernd die selbe. Das Fazit zu Mintos und Twino würde ich auch unterschreiben.

    Ich bin gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.

    Liebe Grüße
    Thorsten von p2p-investition.de

    1. Schön, dass ich nicht alleine solche Erfahrungen gemacht habe 🙂 Aber natürlich muss man erst einmal reinkommen. Bei den kommenden Plattformen sieht es deutlich besser aus!

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